
Sa 28.08.2010 19.30 Uhr
So 29.08.2010 19.30 Uhr
Haydn-Festival Schlosskirche
Vielsaitiges Vergnügen
Philippe Pierlot, Baryton François Fernandez, Viola Emmanuel Ballsa, Violoncello
Joseph Haydn (1732–1809)
Trio C-Dur Hob. XI:101 für Baryton, Viola und Basso
continuo
Trio a-Moll Hob. XI:87 für Baryton, Viola und Basso continuo
Trio A-Dur Hob. XI:66 für Baryton, Viola und Basso continuo
Trio D-Dur Hob XI:97 für Baryton, Viola und Basso continuo, ›fatto per la felicissima nascità di S.A.S. Prencipe Estorhazi‹
Nicht nur äußerlich ist das Baryton „vielsaitiger“ als andere Saiteninstrumente. Die zahlreichen Werke Joseph Haydns für dieses fast vergessene Instrument zeugen auch von seiner musikalischen Vielfalt. Die Klangfarben der Gambe und der Harfe kombinierend, war das Baryton das Lieblingsinstrument von Haydns Arbeitgeber, dem Fürsten Nikolaus von Esterházy. Dieser vermisste interessante Musik für sein seltenes Instrument und beauftragte Haydn mit der Komposition von Baryton-Werken: „Endlichen wird ihme Capelmeister Haydn bestermaßen anbefohlen […] solche stücken die man auf der Gamba spiellen mag, und wovon wir noch sehr wenig gesehen haben, zu Componieren“. Insgesamt 126 Trios und zahlreiche weitere Werke für Baryton sind so im Laufe der Dienstzeit Joseph Haydns in Esterháza entstanden. Die Baryton-Trios stellen eine ausgesprochen schöne und interessante Werkgruppe in Haydns Schaffen dar: anmutig heitere Musik mit vielen stilistischen Feinheiten und Zitaten aus anderen Werken, die nie technisch mühsam ist. Durch das qualitativ hohe Niveau seiner Kompositionen gelang es Haydn, dem Baryton einen Platz in der Musikgeschichte zu sichern. Philippe Pierlot ist einer der renommiertesten Musiker, die heute noch das Baryton meisterhaft beherrschen. Der belgische Gambist und Dirigent studierte Gambe bei dem berühmten Gamben-Virtuosen Wieland Kuijken und brachte sich zusätzlich selbst Blockflöte, Gitarre und Laute bei. Gemeinsam mit François Fernandez und Rainer Zipperling gründete er das Plattenlabel „FLORA“ und veröffentlicht gezielt Meisterwerke fast vergessener Komponisten.
Preis: 25 € | Inkl. Eintritt zum anschließenden Feuerwerk im Schlosspark
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