Brühler Schlosskonzerte in der Unesco-Welterbeestätte Schloss Augustusburg

Pianissimo

Do 26.08.2010   20.00 Uhr
Haydn-Festival   Schloss Augustusburg, Treppenhaus

Pianissimo

Claire Chevallier, Hammerklavier

Joseph Haydn (1732–1809)
Sonate Es-Dur Hob. XVI:49 für Klavier

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate f-Moll op. 2 Nr. 1 für Klavier, Joseph Haydn gewidmet

Joseph Haydn
Sonate G-Dur Hob. XVI:40 für Klavier

Franz Schubert (1797–1828)
Sechs ›Moments Musicaux‹ op. 94 D 780 für Klavier


Ein Genuss für alle Liebhaber der Klaviermusik verspricht das Brühl-Debüt der Ausnahmemusikerin Claire Chevallier zu werden. Der Abend beginnt mit Haydns Sonate D-Dur Hob. XVI:42. Sie entstand gemeinsam mit zwei anderen Sonaten 1784 und ist der Prinzessin Maria Esterházy gewidmet. Die drei Werke strahlen eine große Heiterkeit aus, wobei die D-Dur-Sonate das schönste und bedeutendste Stück der Trias ist. Mit der Sonate Es-Dur Hob. XVI:49 ist ein Meisterwerk zu hören, in dem man alle Besonderheiten einer Sonate aus Haydns Feder entdecken kann: sowohl den heiteren Grundton als auch die große Gefühlstiefe, klare Formen und seine Art, jedes seiner Werke individuell zu gestalten. Beethovens Sonaten op. 2, deren erste zu hören ist, stehen am Anfang seiner Beschäftigung mit dieser Gattung. Die Entstehungsgeschichte dieser ersten Klaviersonaten macht Haydns Einfluss deutlich: Zwar gab es schon früher Entwürfe, doch wartete Beethoven mit der Fertigstellung der Kompositionen bis nach Beendigung seines Studiums bei Albrechtsberger und Haydn. Die Zeitreise in die Geschichte der Klaviermusik findet ihr Ende in der Wiener Klassik mit Franz Schuberts „Moments musicaux“. Die sechs Miniaturen entstanden in Schuberts letztem Lebensjahr und versammeln eine große Bandbreite an musikalischen Stimmungen und Klangfarben. Nach Abschluss ihres Klavierstudiums entdeckte die französische Pianistin Claire Chevallier in einer Meisterklasse bei Jos van Immerseel ihre Liebe zum Hammerklavier. In autodidaktischen Studien verschrieb sie sich diesem Instrument und seiner Geschichte. Heute kombiniert sie die Musikpraxis als Solistin und Kammermusikerin mit der Theorie – als Dozentin für Geschichte und Technik des Klaviers in Paris und Lyon.


Preise: A: 29 / 24 / 18 / 14 / 10 / 7 €


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