
Mi 25.08.2010 20.00 Uhr
Haydn-Festival Schloss Augustusburg,
Treppenhaus
Die Königin
Raffaella Milanesi, Sopran Capella Augustina Andreas Spering
Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie D-Dur Hob. I:53 ›L’Impériale‹
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
›Misera, dove son‹, Rezitativ und Arie für Sopran KV 369
›Se tutti i mali miei‹, Arie für Sopran KV 83
›Cara, se le mie pene‹, Arie für Sopran KV deest
Joseph Haydn
Sinfonie A-Dur Hob. I:87
Raffaella Milanesi, die mit einer fulminanten „Scena di Berenice“ im Sommer 2008 ihr unvergessliches Brühler Debüt gab, beehrt uns wieder. Seit Abschluss ihres Studiums in Rom hat die italienische Sopranistin eine großartige Karriere verfolgt: die Spezialistin für Opern des 17. und 18. Jahrhunderts ist gern gesehener Gast auf den Bühnen der wichtigsten europäischen Opernhäuser, darunter Mailand, Amsterdam, Wien, Paris und Madrid. Im diesjährigen Haydn-Festival ist sie mit zwei Arien zu hören, die der blutjunge Wolfgang Amadeus Mozart kurz vor seiner Übersiedelung nach Wien komponierte: Die Arie „Misera, dove son!“ entstand 1780, also als Mozart gerade dreizehn Jahre alt war. Der Text stammt aus Pietro Metastasios Opernlibretto zu „Ezio“. Die Arie „Cara se le mie pene“ komponierte Mozart wahrscheinlich sogar noch früher. Sie besticht durch besonders schöne Koloraturen. Eingerahmt werden die Arien von zwei Sinfonien Haydns: Die Sinfonie Nr. 53, die vermutlich aufgrund ihres besonders feierlichen Charakters den Beinamen „L’Imperiale“ trägt, war als eine der ersten Sinfonien europaweit verbreitet. Ihr wohl interessantester Satz ist das Finale, von dem aus unbekannten Gründen drei Fas-sungen existieren. Die Capella Augustina beendet den Konzertabend unter der Leitung von Andreas Spering mit der letzten der „Pariser Sinfonien“ Haydns, die im Auftrag der Pariser Loge Olympique um 1784 entstanden sind. Die Gruppe von sechs Sinfonien stellt den ersten zyklischen Höhepunkt in Haydns Sinfonienschaffen dar.
Preise C: 47 / 37 / 31 / 23 / 14 / 9 €